Freifahrtschein
Festival für Junge Literatur und Musik
17.4.–19.4.2026
Freitag, 17.4.
Ensemble Schlösschen Borghees, Einlass 14 Uhr
Samstag, 18.4.
Schloss Ringenberg, Einlass 14 Uhr
Sonntag, 19.4.
Pankok Museum, Matinée, 12 Uhr
FREIFAHRTSCHEIN findet zum ersten Mal statt – und präsentiert eine Vielfalt junger hochkarätiger Künste. Das Festival vereint Kunst, Kultur und Kulinarik an drei der schönsten Orte am Niederrhein.
Als Eröffnung präsentiert eine Poetry Slam-Show drei der besten Poetinnen und Poeten aus dem deutschsprachigen Raum. Danach folgen exklusive Koproduktionen aus Literatur und Musik: Roman trifft Bossa Nova, Jazz oder Klassik.
Mit dem Ensemble Schlösschen Borghees, mit Schloss Ringenberg und dem Pankok Museum öffnen drei charismatische Lokalitäten ihre Türen und Tore. Vor Ort ist für das leibliche Wohl gesorgt.
Das alles unter dem Motto des Museumsnetzwerks Rhein-Maas für dieses Jahr: FREIHEIT_vrijheid. Wir sind so frei!

Otto Pankok, Schimmel, 1930, Kohle auf Papier, Otto Pankok Stiftung, © Otto Pankok Stiftung
Otto Pankok – Tierbilder
Laufzeit:
18.4. bis 27.9.2026 Pankok Museum
Eröffnung:
am Freitag, 17.4.2026, 17 Uhr
Es sprechen:
Michael Häsel, Bürgermeister der Gemeinde Hünxe
Norbert Meesters, Otto Pankok Stiftung, Vorstandsvorsitzender
Dr. Dagmar Schmengler, Museumsleitung und Kuratorin der Ausstellung
Musik:
Eva-Susanne Rohlfing, Violoncello
Birgit Kleemann, Flügel
Tiere spiegeln seit jeher die menschlichen Vorstellungswelten. Sie werden als eigenständige Wesen wahrgenommen und dargestellt. Insbesondere um 1900 erlangt das Tierbild an Bedeutung und wird zum Experimentierfeld der Moderne. Junge Künstler und Künstlerinnen suchten nach neuen Darstellungsformen und sahen Tiere nicht länger als Symbole von Mythologie, Religion oder politischer Herrschaft, sondern als „lebende und fühlende Wesen“. Aus genauer Beobachtung heraus entstanden eigene Tierbilder von starker Präsenz.
Otto Pankok schuf eine Fülle ausdrucksstarker Tierdarstellungen. Häufig sind es einfühlsame Porträts, die die arttypischen Eigenschaften der Tiere einzufangen – künstlerisch in höchster Perfektion und zugleich mit den Augen eines Tierfreundes. Wie zuvor kaum dagewesen, gelingt es jetzt Pankok, auf das Verhältnis zwischen Mensch und Tier aufmerksam zu machen.
Pankoks Tierbilder sind also häufig „Porträts“, denen nichts Geschöntes, Stilisiertes oder Überhöhtes anhaftet. Der Künstler begreift das Tier als „Mitgeschöpf“, mehr noch als Spiegel der eigenen Existenz. Wie zuvor kaum dagewesen, gelingt es dem Künstler auf das Verhältnis zwischen Mensch und Tier aufmerksam zu machen.
Ein Höhepunkt ist sicherlich Pankoks künstlerische Bezugnahme auf den 1949 erschienenen Kinderbuch-Klassiker von Erich Kästner Die Konferenz der Tiere: ein leidenschaftlicher Appell für den Weltfrieden! Aktueller kann eine Botschaft kaum sein.
Eine Ausstellung für Groß und Klein oder – mit den Worten von Erich Kästner – „für Kinder und Kenner“.
Otto Pankok, Ehra (Großer Kopf), 1950, Holzschnitt, Otto Pankok Stiftung, © Otto Pankok Stiftung
Menschenbilder
Otto Pankok – Bilder und Erzählungen einer Freundschaft zu den Düsseldorfer Sintizze und Sinti
Hörspielpräsentation:
Freitag, 17.4.2026, 19:30 Uhr, Pankok Museum
Jan Rohlfing hat gemeinsam mit seinen Mitstreiter:innen ein Hörbuch geschaffen, das auf persönliche Art und Weise die Spuren einer besonderen Freundschaft zu Beginn des Nationalsozialismus nachzeichnet: Es handelt vom Maler Otto Pankok und seinen Modellen, Vertreter:innen der Sintizze und Sinti über die Generationen hinweg. Grundlegend waren Recherchen der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, geborgen aus Archiven, Tondokumenten und persönlichen Aufzeichnungen. Entstanden ist ein eindringliches Hörspiel, das vom Hessischen Rundfunk als bestes Hörbuch des Monats ausgezeichnet wurde.
Collagenartig stellen die beteiligten Künstler:innen in Wort, Bild und Musik ein Resultat vor, das von unbarmherziger Verfolgung, aber auch von Menschlichkeit erzählt.
Der Produzent und Komponist Jan Rohlfing im Gespräch mit der Verlegerin des Griot Verlags Elke Bader; gelesen wird vom Schauspieler und Hörspielsprecher Axel Gottschick; auf dem Violoncello spielt Eva-Susanne Rohlfing.
Das Hörspiel ist im Pankok Museum erhältlich und kostet 24,90 €.
Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Rotary Club Wesel-Dinslaken.
Der reguläre Eintritt zu dieser Veranstaltung – einer Kooperation zwischen r(h)ein-kultur-welt und der Otto Pankok Stiftung – beträgt 18 € (rkw- Mitglieder, Schüler und Studenten bis 25 Jahre zahlen 5 €).
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Pankok Museum sowie bei eventim.de – eventuelle Restkarten an der Abendkasse.
Tilman Strasser, © Johanna Baschke; Anouchka und Katharina Hack, © Felix Broede
Tilman Strasser trifft Anouchka & Katharina Hack
Eine Literarisch-musikalische Matinée
Sonntag, 19.4.2026, 12 Uhr, Pankok Museum
Die Komponistinnen, das Geschwisterpaar Nadia und Lili Boulanger sind Ausnahmeerscheinungen der Musikgeschichte. Der Autor Tilman Strasser erzählt von ihrem faszinierenden Verhältnis. Die Cellistin Anouchka Hack und die Pianistin Katharina Hack – wiederum Schwestern und auf den europäischen Bühnen zu Hause – spielen Werke aus deren Oeuvre und Zeit.
Musik von Lili, Nadia und Ernest Boulanger, Gabriel Fauré, Igor Stravinsky
Tilman Strasser, Autor
Anouchka Hack, Violoncello
Katharina Hack, Flügel
Im Rahmen von Freifahrtschein. Festival für Junge Literatur und Musik
Tageskasse im Pankok Museum: regulär 22 Euro, ermäßigt 12 Euro
*Ermäßigung für Schüler:innen. Student:innen. Menschen mit Schwerbehinderung

Otto Pankok im Kloster Saarn
Eine Ausstellung zum 60. Todesjahr des Künstlers
Laufzeit:
17.5. bis 12.7.2026
Eröffnung:
Sonntag, 17.5.2026, 11.30 Uhr
im Kloster Saarn mit Festmesse und anschließender Vernissage
Otto Pankok kehrt anlässlich seines 60. Todesjahres zurück in „sein Dorf“ Saarn. Die Ausstellung ermöglicht einen Einblick in Leben und Werk des prominenten Mülheimers: Leitmotive seines Œuvres wie das Bild des kleinen Sintimädchens Ehra und das Spektrum an künstlerischen Techniken – Kohle auf Papier, Holzschnitt, Radierung, Plastik – legen sein prozesshaftes Arbeiten nahe und lassen Verweise zur Heimatstadt aufleben.

Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten Sommer (ab 18.4.2026):
Mi – So: 11 – 18 Uhr – auch an Feiertagen.
Mo, Di: geschlossen – auch an Feiertagen.
Öffnungszeiten Winter (ab 30.9.2026):
Mi – So: 12 – 17 Uhr – auch an Feiertagen.
Mo, Di: geschlossen – auch an Feiertagen.
Das Museumscafé ist geöffnet:
Fr – So: 13 – 17.00 Uhr
Gefördert durch: